Wenn die Linse zwickt


Helfen Augentropfen bei Kontaktlinsenproblemen?
Junge hält eine Kontaktlinse
mauritius images / Westend61 / Anastasiya Amraeva
Kontaktlinsen können Probleme machen

Viele Kontaktlinsenträger*innen kennen es: Die Augen sind trocken, gereizt oder man hat ein Fremdkörpergefühl. Manche nutzen dagegen Augentropfen. Doch helfen diese auch wirklich?

Trockene Augen

Kontaktlinsen liegen direkt auf der Hornhaut und schmiegen sich dem Auge an. Das erhöht zwar das Sehvermögen, macht der einen oder dem anderen aber auch Probleme. Es zwickt in den Augen, die Hornhaut wird schlechter befeuchtet, die Augen fühlen sich trocken an. Ob Augentropfen nachweislich helfen, hat nun Cochrane untersucht. Cochrane ist eine Organisation, die zu bestimmten gesundheitlichen Fragestellungen alle verfügbaren Studien auswertet und auch die Qualität der Studien beurteilt.

Wirkung ist möglich

Das Ergebnis: Zur Wirkung von Augentropfen bei Kontaktlinsenträgern gibt es nur wenige Studien. Auch die Qualität der Studien ist nicht immer einwandfrei, so wurden die Beschwerden von Kontaktlinsenträger*innen in manchen Studien nicht allgemeingültig erfasst. Cochrane kommt dennoch zu dem Schluss, dass Augentropfen möglicherweise helfen können – dabei macht es übrigens keinen Unterschied, ob Augentropfen mit oder ohne Kochsalzlösung verwendet wurden. Und genauso wichtig: Nebenwirkungen wurden nicht festgestellt.

Linsen anpassen

Was bedeutet das nun für Kontaktlinsenträger*innen? Bei Beschwerden wie Augenzwicken einfach mal Augentropfen ausprobieren – denn schaden tun diese Augentropfen nicht. Ob sie dann wirklich helfen oder nicht, das lässt sich nicht vorhersagen. Falls trotz der Tropfen Probleme bestehen bleiben, gibt es weitere Möglichkeiten: So kann man austesten, ob man weiche oder harte Linsen besser verträgt. Statt Kontaktlinsen aus der Drogerie zu nehmen kann man sich Linsen auch anpassen lassen, beispielsweise bei manchen Optiker*innen oder Augenärzt*innen. Diese untersuchen das Auge und wählen dann passende Kontaktlinsen aus. Das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Beschwerden auftreten.

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