Bessere Vorsorge bei Darmkrebs


Noch mehr Erkrankungen verhindern!
Bessere Vorsorge bei Darmkrebs

Darmkrebs ist einer der häufigsten Krebsarten überhaupt – und hat die zweithöchste Sterberate. Doch langsam, aber stetig geht die Zahl der Dickdarmkrebse zurück. Grund ist die Darmkrebsvorsorge, die ab Sommer 2019 in Deutschland noch besser wird.

Weniger Dickdarmkrebs durch Vorsorge

Dickdarmkrebs ist vor allem in der westlichen Welt eine häufige Erkrankung. Um Krebsvorstufen früh zu erkennen und rechtzeitig zu entfernen, gibt es in vielen Ländern die Darmkrebsvorsorge per Darmspiegelung. Diese Darmkrebsvorsorge ist vermutlich auch der Grund, warum die Zahl der Dickdarmkarzinome bei Über-50-Jährigen rückläufig ist. In Industrieländern sinkt sie langsam, aber kontinuierlich um etwa 1 – 3% pro Jahr.

Auch in Deutschland geht die Darmkrebsrate zurück. Experten schätzen, dass seit Beginn der Vorsorge 2002 durch Abtragung gutartiger Krebsvorstufen im Rahmen der Vorsorgedarmspiegelung etwa 200.000 Dickdarmkrebse und etwa 90.000 Todesfälle verhindert wurden.

Männer schon ab 50 dran 

Um noch mehr Krebserkrankungen im heilbaren Frühstadium zu erkennen, wird jetzt die deutsche Darmkrebsvorsorge neu geregelt. Ab Sommer 2019 haben Männer schon ab dem 50. Lebensjahr kostenfreien Anspruch auf die erste von 2 Darmspiegelungen zur Früherkennung, bei Frauen bleibt die Altersgrenze von 55 Jahren vorerst bestehen. Außerdem setzt der Gemeinsame Bundesausschuss auf ein Einladungsverfahren – berechtigte Personen werden in Zukunft direkt von ihren Krankenkassen angeschrieben und zur Darmkrebsvorsorge aufgefordert.

Mehr Dickdarmkrebs bei jungen Leuten

Während die Darmkrebsraten bei Menschen über 50 rückläufig sind, gibt es bei den Jüngeren einen gegenläufigen Trend. Aktuelle europäische Daten zeigen, dass vor allem in der Gruppe der 20 – 29-Jährigen der Dickdarmkrebs vermehrt auftritt, und zwar um etwa 8% pro Jahr. Trotz dieses deutlichen Anstiegs sind die absoluten Erkrankungszahlen bei jungen Menschen aber noch gering. Experten schätzen deshalb, dass ein allgemeines Screening noch nicht kosteneffektiv ist. Warum der Darmkrebs immer mehr junge Menschen trifft ist unklar. Vermutet werden hoher Alkoholkonsum, häufiger Verzehr von verarbeitetem Fleisch sowie Bewegungsmangel und Übergewicht.

Quellen: Gemeinsamer Bundesausschuss, Ärzteblatt

News

"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol
"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol

Vorsicht in der Schwangerschaft

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?   mehr

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Sport hilft Kindern mit Autismus
Sport hilft Kindern mit Autismus

Von Tai Chi bis Trampolin

Bewegung tut gut – auch Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Eine aktuelle Studienübersicht zeigt: Bestimmte Sportarten können Gleichgewicht, Koordination und motorische Fähigkeiten verbessern.   mehr

Mikronährstoffe fürs Herz
Ältere Person vor dem Einnehmen einer Tablette. Manche Mikronährstoffe können die Herzgesundheit fördern.

Nützlich oder schädlich?

Ob Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es Hinweise, dass zumindest einige von ihnen doch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen können.   mehr

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Apotheke Warburger Straße
Inhaber Hubertus Welling
Telefon 05272/39 22 63
Fax 05272/39 22 65
E-Mail apowarstr@gmx.de